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	<title>Blog Archive - Institut Testified</title>
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	<description>Psychologische Diagnostik, Beratung und Therapie</description>
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	<title>Blog Archive - Institut Testified</title>
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		<title>Neuropsychologie bei Kindern und Jugendlichen – Früher erkennen, besser fördern!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Bacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 13:19:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kinder und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen stehen vor besonderen Herausforderungen. Neue wissenschaftliche Studien unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen und umfassenden neuropsychologischen Diagnostik – ein Ansatz, der im Institut TESTIFIED zentral ist. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse aus der&#160;Zeitschrift für Neuropsychologie (Heft 1/2025)&#160;und zeigen auf, welche Konsequenzen sich daraus für Diagnostik und Therapie ergeben. ... </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Kinder und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen stehen vor besonderen Herausforderungen. Neue wissenschaftliche Studien unterstreichen die Bedeutung einer frühzeitigen und umfassenden neuropsychologischen Diagnostik – ein Ansatz, der im Institut TESTIFIED zentral ist. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf aktuelle Forschungsergebnisse aus der&nbsp;<strong>Zeitschrift für Neuropsychologie (Heft 1/2025)</strong>&nbsp;und zeigen auf, welche Konsequenzen sich daraus für Diagnostik und Therapie ergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pädiatrischer Schlaganfall: Sprache als Schlüsselfaktor für die Entwicklung</strong><br>Eine aktuelle Studie von&nbsp;<strong>Becker, Maurer und Daseking</strong>&nbsp;hebt hervor, dass Kinder nach einem&nbsp;<strong>pädiatrischen Schlaganfall</strong>&nbsp;in kognitiven, sprachlichen und verhaltensbezogenen Bereichen beeinträchtigt sein können. Besonders der Zusammenhang zwischen&nbsp;<strong>Sprachfähigkeiten und Verhaltensproblemen</strong>&nbsp;bei Vorschulkindern wurde untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine gezielte Förderung der Sprachkompetenz&nbsp;<strong>ein protektiver Faktor</strong>&nbsp;sein kann, um spätere Verhaltensprobleme zu reduzieren.<br>Diese Erkenntnis verdeutlicht, dass Kinder nach einem Schlaganfall nicht nur medizinisch, sondern auch&nbsp;<strong>sprachtherapeutisch und neuropsychologisch</strong>&nbsp;intensiv begleitet werden sollten. Ein standardisiertes, individuell angepasstes Testverfahren kann helfen, frühzeitig Interventionsmaßnahmen zu entwickeln und das Risiko für spätere psychosoziale Schwierigkeiten zu minimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schädel-Hirn-Trauma: Differenzierte Diagnostik ist essenziell</strong><br>Ein weiteres wichtiges Thema ist das&nbsp;<strong>Schädel-Hirn-Trauma (SHT) im Kindes- und Jugendalter</strong>, das von&nbsp;<strong>Lendt, Bigi, Datta, Herbst, Müller und Studer</strong>&nbsp;untersucht wurde. Die Studie zeigt, dass viele betroffene Kinder und Jugendliche unter neurokognitiven Beeinträchtigungen leiden, die eng mit der&nbsp;<strong>Schwere des Traumas</strong>&nbsp;zusammenhängen. Besonders häufig treten eine&nbsp;<strong>reduzierte Verarbeitungsgeschwindigkeit</strong>&nbsp;sowie allgemeine Einschränkungen in verschiedenen neurokognitiven Bereichen auf.<br>Von großer Bedeutung ist eine differenzierte Erfassung dieser Symptome – sowohl durch neuropsychologische Tests als auch durch die direkte Einschätzung der&nbsp;<strong>Kinder, Eltern und Lehrkräfte</strong>. Ein besonders häufig übersehener, aber entscheidender Faktor ist die&nbsp;<strong>Fatigue</strong>, die viele Kinder nach einem SHT erleben und die ihre schulische und alltägliche Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bedeutung für den schulischen Alltag: Notwendigkeit eines Nachteilsausgleichs</strong><br>Gerade die häufig&nbsp;<strong>massiv reduzierte Verarbeitungsgeschwindigkeit</strong>&nbsp;stellt eine besondere Herausforderung dar. Kinder und Jugendliche mit SHT oder nach pädiatrischen Schlaganfällen brauchen im schulischen Umfeld unbedingt&nbsp;<strong>einen verbindlichen Nachteilsausgleich</strong>, um faire Lernbedingungen zu erhalten. Dies kann durch&nbsp;<strong>verlängerte Bearbeitungszeiten</strong>, die Nutzung technischer Hilfsmittel oder eine reduzierte Anzahl an Aufgaben erfolgen. Schulen und Lehrkräfte sollten für diese Thematik sensibilisiert werden, um betroffene Kinder bestmöglich zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit: Neuropsychologische Diagnostik muss umfassend und standardisiert erfolgen</strong><br>Die vorgestellten Studien zeigen eindrücklich, dass eine&nbsp;<strong>sorgfältige neuropsychologische Diagnostik essenziell</strong>&nbsp;ist, um Kinder und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen bestmöglich zu unterstützen. Diese Diagnostik erfordert Zeit und sollte&nbsp;<strong>standardmäßig sowie von den Kassen finanziert</strong>&nbsp;werden. Nur durch eine gründliche Erfassung der individuellen Stärken und Schwächen können gezielte Maßnahmen entwickelt werden, die langfristige Entwicklungsrisiken minimieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im&nbsp;<strong>Institut TESTIFIED</strong>&nbsp;bieten wir eine wissenschaftlich fundierte, umfassende neuropsychologische Diagnostik an, die genau diesen Anforderungen entspricht (wobei leider noch immer nur eine Teilrefundierung der Kosten möglich ist). Unser Ziel ist es, betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien eine fundierte Basis für die bestmögliche Förderung zu bieten – denn jedes Kind verdient eine faire Chance auf Entwicklung und Teilhabe.</p>
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		<title>Wissen, das hilft: Der Nachteilsausgleich in Bildung und Beruf</title>
		<link>https://testified.at/blog/wissen-das-hilft-der-nachteilsausgleich-in-bildung-und-beruf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Bacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 07:59:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inklusion ist mehr als nur ein Schlagwort – sie ist ein grundlegendes Recht. Doch oft stehen neurodivergente Menschen sowie Personen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen vor besonderen Herausforderungen in Schule, Studium und Beruf. Der sogenannte Nachteilsausgleich sorgt dafür, dass diese Herausforderungen nicht zu unfairen Benachteiligungen werden. Doch was genau bedeutet das? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es, und für wen gilt ... </p>
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<p class="wp-block-paragraph">Inklusion ist mehr als nur ein Schlagwort – sie ist ein grundlegendes Recht. Doch oft stehen neurodivergente Menschen sowie Personen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen vor besonderen Herausforderungen in Schule, Studium und Beruf. Der sogenannte <em>Nachteilsausgleich</em> sorgt dafür, dass diese Herausforderungen nicht zu unfairen Benachteiligungen werden. Doch was genau bedeutet das? Welche rechtlichen Grundlagen gibt es, und für wen gilt der Nachteilsausgleich? Wir klären auf!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was ist der Nachteilsausgleich?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachteilsausgleich ist ein zentraler Bestandteil des Bildungssystems, der speziell für Schüler:innen und Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen entwickelt wurde, um diese bei der Leistungserbringung zu unterstützen und Chancengleichheit herzustellen. Dabei geht es um Menschen, deren Leistungen durch Einschränkungen wie ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie, Autismus, chronische Erkrankungen oder andere psychische oder körperliche Herausforderungen beeinträchtigt werden. Um hier faire Bedingungen zu schaffen, ist es oft notwendig, individuelle Anpassungen vorzunehmen. Denkbar sind abweichende Prüfungsmethoden (z.B. Ersetzen von mündlichen durch schriftliche Leistungen und vice versa, individuelle Zeitverlängerungen), Arbeitsbehelfe oder technische Hilfsmittel (z.B. Kopfhörer, Avatare, Lesegeräte), speziell aufbereitete Lernmaterialien (z.B. vergrößerte Schrift), strukturelle Anpassungen (z.B. individuelle Arbeitspläne, Schritt-für-Schritt Anleitungen), räumliche Anpassungen (z.B. ablenkungsarme Umgebung, Sitzplatzanpassung, Orientierungshilfen), u.v.m. Zur individuellen Abstimmung der Maßnahmen kann eine psychologische Diagnostik wertvolle Hinweise liefern. Diese Maßnahmen helfen nicht nur Schüler:innen, sondern auch Studierenden und Arbeitnehmer:innen, ihre Potenziale voll auszuschöpfen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Rechtliche Grundlagen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachteilsausgleich ist kein willkürliches Zugeständnis, sondern ein verbrieftes Recht. Diese Regelung beruht auf einer Vielzahl von rechtlichen Grundlagen, die festschreiben, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen bei der Leistungserbringung und -beurteilung angemessen unterstützt werden müssen. Er basiert auf:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention</strong></li>



<li><strong>Artikel 7 des österreichischen Bundes-Verfassungsgesetzes</strong></li>



<li><strong>§18 Abs. 6 Schulunterrichtsgesetz</strong></li>



<li><strong>§2 Abs. 4 der Leistungsbeurteilungsverordnung</strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieser rechtlichen Grundlagen sind alle Lehrkräfte verpflichtet, den Nachteilsausgleich zu berücksichtigen, wenn Schüler:innen aufgrund einer Behinderung oder einer länger andauernden chronischen Erkrankung beeinträchtigt sind. Das bedeutet, dass die Schulen und Lehrkräfte bei der Leistungsbewertung und -beurteilung individuelle Anpassungen vornehmen müssen, um Benachteiligungen auszugleichen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der Nachteilsausgleich in Österreich noch zu wenig bekannt ist. Viele Schulen und Lehrkräfte sind sich nicht bewusst, wie viel Spielraum sie haben, um auf die Bedürfnisse der betroffenen Schüler:innen einzugehen. Zudem gibt es immer wieder Missverständnisse und falsche Informationen – eine häufige, aber falsche Aussage lautet etwa: „In Österreich gibt es keinen Nachteilsausgleich.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachteilsausgleich ist nicht auf die Pflichtschule beschränkt, sondern gilt für alle Schularten und -stufen in Österreich, einschließlich der Oberstufe und Universitäten. Auch wenn manche Gymnasien oder höhere Schulen glauben, dass diese Regelungen nicht für sie gelten, so sind sie doch verpflichtet, den Nachteilsausgleich zu berücksichtigen. Universitäten haben darüber hinaus eigene Programme entwickelt, um Studierenden mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen Unterstützung zu bieten, und auch im Universitätsgesetz ist das Recht auf einen Nachteilsausgleich fest verankert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">F<strong>azit: Ein Schritt in Richtung Chancengleichheit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachteilsausgleich stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung eines inklusiven Bildungssystems dar, das allen Menschen, unabhängig von ihren physischen oder psychischen Herausforderungen, faire Chancen bietet. Er sorgt dafür, dass Schüler:innen und Studierende mit Beeinträchtigungen ihr volles Potenzial entfalten können, ohne auf unüberwindbare Hürden zu stoßen. Gleichzeitig bleibt noch viel zu tun, um das Bewusstsein für diese wichtigen Regelungen zu schärfen – sowohl in Schulen und Universitäten als auch in der breiten Gesellschaft. Durch kontinuierliche Aufklärung und die konsequente Umsetzung des Nachteilsausgleichs kann die Chancengleichheit weiter gestärkt werden.</p>



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		<item>
		<title>Neurodiversität: Eine erweiterte Sichtweise auf die Vielfalt des menschlichen Gehirns</title>
		<link>https://testified.at/blog/neurodiversitaet-eine-erweiterte-sichtweise-auf-die-vielfalt-des-menschlichen-gehirns/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christina Bacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 07:58:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Existiert das „neurotypische“ Gehirn überhaupt? Oder sollten wir – ganz im Sinne des Neurodiversity Movements – Unterschiede in der Gehirnfunktion als natürliche Facette der menschlichen Vielfalt anerkennen? Mit der Zunahme von Diagnosen wie ADHS und Autismus steht die Neuropsychologie vor spannenden Herausforderungen und neuen Möglichkeiten. Anderssein ist kein Mangel, sondern eine Bereicherung Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie unterschiedlich ... </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Existiert das „neurotypische“ Gehirn überhaupt? Oder sollten wir – ganz im Sinne des Neurodiversity Movements – Unterschiede in der Gehirnfunktion als natürliche Facette der menschlichen Vielfalt anerkennen? Mit der Zunahme von Diagnosen wie ADHS und Autismus steht die Neuropsychologie vor spannenden Herausforderungen und neuen Möglichkeiten.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Anderssein ist kein Mangel, sondern eine Bereicherung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie unterschiedlich Menschen denken und fühlen? Neurodiversität eröffnet eine neue Perspektive auf neurologische Unterschiede. Was einst als Abweichung betrachtet wurde, wird heute zunehmend als natürlicher Bestandteil menschlicher Vielfalt anerkannt. Die australische Soziologin Judy Singer prägte in den 1990er Jahren den Begriff und rückte damit Phänomene wie Autismus, ADHS und Dyslexie in den Fokus einer wertschätzenden Betrachtung.</p>



<h3 class="wp-block-heading has-small-font-size">Vom Defizitdenken zur neuroaffirmativen Haltung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neurodiversität steht im klaren Gegensatz zur traditionellen medizinischen Sichtweise, die sich auf Heilung oder Anpassung konzentriert. Die Neurodiversitätsbewegung hingegen fordert, dass Umwelt und Gesellschaft so gestaltet werden, dass sie die individuellen Bedürfnisse neurodivergenter Menschen berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es nicht nur um ein verändertes Denken, sondern um einen grundlegenden Paradigmenwechsel: weg von einem rein defizitorientierten Ansatz, hin zu einer neuroaffirmativen Praxis. Ziel ist es, soziale und berufliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die neurodivergente Menschen nicht nur einschließen, sondern ihnen auch ermöglichen, ihre Stärken voll zu entfalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading has-small-font-size">Vielfalt sichtbar machen – Barrieren gemeinsam abbauen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Neurodiversität ist mehr als nur ein theoretisches Konzept – sie ist eine wachsende Bewegung. Betroffene und Aktivist:innen machen sie sichtbar, kämpfen für mehr Inklusion und nutzen soziale Medien, um Erfahrungen zu teilen und Vorurteile abzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kern der Neurodiversität liegt nicht in der Veränderung des Individuums, sondern in der Anpassung unserer Gesellschaft. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, eine Welt zu gestalten, die offener, vielfältiger und gerechter für alle ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Neurodiversität im Verlauf des Lebens</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Neurodiversität zeigt sich in jeder Lebensphase auf unterschiedliche Weise – von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Schon in der Schule stehen neurodivergente Schüler:innen vor besonderen Herausforderungen. Sie sind oft empfindlicher gegenüber Reizüberflutung, zeichnen sich jedoch durch außergewöhnliche Gedächtnisleistungen oder eine ausgeprägte Regelkonformität aus. Durch gezielte Unterstützung und eine angepasste Lernumgebung können Lehrkräfte dazu beitragen, dass diese Stärken gefördert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Studium fehlen häufig geeignete Strukturen zur Unterstützung neurodivergenter Studierender. Gruppenarbeiten oder ineffiziente Besprechungen können Stress und Frustration auslösen. Untersuchungen zeigen, dass Maßnahmen wie barrierefreie Lehrmaterialien und verlängerte Prüfungszeiten eine spürbare Entlastung bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Berufsleben stehen neurodivergente Menschen vor spezifischen Herausforderungen, etwa Perfektionismus, Schwierigkeiten mit unerwarteten Veränderungen oder sensorische Empfindlichkeiten. Gleichzeitig bringen sie wertvolle Fähigkeiten wie detailorientiertes Denken, kreative Lösungsansätze und eine hohe Loyalität mit. Unternehmen, die neurodiverse Talente aktiv einbinden, profitieren nicht nur von diesen individuellen Stärken, sondern fördern auch ein innovativeres und vielfältigeres Arbeitsumfeld.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Masking und Camouflaging: Die unsichtbaren Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Thema in der Neurodiversitätsforschung ist das sogenannte Masking – eine Strategie, bei der neurodivergente Menschen ihre eigenen Verhaltensweisen unterdrücken oder sich an neurotypische Normen anpassen, um nicht aufzufallen. Eng damit verbunden ist das Camouflaging, das gezielte Erlernen und Imitieren gesellschaftlich akzeptierter Verhaltensweisen. Diese Anpassungen können kurzfristig das soziale Miteinander erleichtern, führen jedoch oft zu erheblichem Stress, mentaler Erschöpfung und einem Gefühl der Isolation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon in der Kindheit beginnen viele neurodivergente Menschen mit Masking- und Camouflagingstrategien, um den Erwartungen ihrer Umwelt gerecht zu werden. Im Laufe der Jahre können diese Muster so tief verinnerlicht werden, dass sie unbewusst ablaufen – mit potenziellen Auswirkungen auf das Wohlbefinden bis ins Erwachsenenalter.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Neurodiversität und Diagnostik: Herausforderungen und Fortschritte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Diagnostik neurodivergenter Merkmale ist komplex, insbesondere aufgrund der hohen Komorbidität zwischen verschiedenen Ausprägungen wie Autismus und ADHS. Mit der Einführung von DSM-5 und ICD-11 wird zunehmend anerkannt, dass diese Diagnosen häufig gemeinsam auftreten. Studien zeigen, dass bis zu 70 % der autistischen Menschen auch Kriterien für ADHS erfüllen. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, diagnostische Verfahren weiterzuentwickeln, um individuelle Bedürfnisse präziser zu erfassen und gezielte Unterstützung zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist dabei, dass Diagnostik nicht ausschließlich defizitorientiert bleibt. Stattdessen sollten Verfahren auch vorhandene Stärken und Ressourcen berücksichtigen, um ein realistischeres und positiveres Selbstbild neurodivergenter Menschen zu fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die geschlechtsspezifische Diagnosestellung. Während ältere Studien ein Geschlechterverhältnis von 4:1 (männlich zu weiblich) angaben, deuten neuere Forschungen darauf hin, dass Autismus bei Mädchen und Frauen weitaus häufiger vorkommt als bisher angenommen. Viele diagnostische Kriterien basieren auf Verhaltensmustern, die primär bei weißen, männlichen Personen beobachtet wurden. Dies führt dazu, dass schätzungsweise bis zu 80 % der autistischen Frauen unerkannt bleiben (McCrossin, 2022). Mädchen müssen im Vergleich zu Jungen häufiger auffällige Verhaltensweisen oder kognitive Beeinträchtigungen zeigen, um eine Diagnose zu erhalten (Szalavitz, 2016). Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Dringlichkeit, Diagnosekriterien inklusiver und geschlechtersensibler zu gestalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Neurodiversität in Bildung und Beruf: Wege zur Inklusion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berücksichtigung von Neurodiversität in Schule, Universität und Arbeitswelt erfordert ein Umdenken hin zu individuellen Anpassungen und inklusiven Strukturen. Ein wichtiger Ansatz ist der <strong>Nachteilsausgleich</strong>, der darauf abzielt, Barrieren abzubauen und faire Bedingungen zu schaffen. Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Schule:</strong> Strukturierte, reizreduzierte Lernumgebungen, flexible Zeitvorgaben und alternative Bewertungsmethoden können neurodivergente Schüler:innen unterstützen. Zudem ist es essenziell, Lehrkräfte für neurodivergente Bedürfnisse zu sensibilisieren und gezielt zu schulen.</li>



<li><strong>Universität:</strong> Programme wie <em>Be Able</em> an der WU Wien bieten Maßnahmen wie verlängerte Prüfungszeiten, barrierefreie Lehrmaterialien und technische Unterstützung. Auch persönliche Hilfestellungen, etwa durch Tutor:innen oder Schreibassistenz, können maßgeblich zur Chancengleichheit beitragen.</li>



<li><strong>Arbeitswelt:</strong> Sensorisch angepasste Arbeitsplätze, eine klare Aufgabenstruktur und flexible soziale Interaktionen helfen neurodivergenten Mitarbeitenden, ihr Potenzial optimal zu entfalten. Unternehmen, die auf neurodiverse Teams setzen, berichten nicht nur von gesteigerter Innovation, sondern auch von höherer Mitarbeitermotivation und Produktivität.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Eine inklusive Gesellschaft erkennt die Stärken neurodivergenter Menschen an und schafft Rahmenbedingungen, die es ihnen ermöglichen, erfolgreich zu lernen und zu arbeiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Blick nach vorn: Chancen und Herausforderungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz bedeutender Fortschritte gibt es noch viele Hürden zu überwinden. Diskriminierung und Vorurteile sind weiterhin verbreitet, und zahlreiche rechtliche sowie gesellschaftliche Fragen bleiben offen. Wie können Arbeitgeber:innen gezielt dabei unterstützt werden, neurodiverse Talente einzustellen? Welche Anreizsysteme sind nötig, um inklusive Arbeitsplätze zu schaffen? Und wie kann psychologische Diagnostik stärker auf Ressourcen statt auf Defizite ausgerichtet werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem stellt sich die Frage, inwiefern traditionelle Konzepte wie <em>Grad der Behinderung</em>, <em>Minderung der Erwerbsfähigkeit</em> oder <em>Berufsunfähigkeit</em> mit den Ideen des Neurodiversity Movements und dem Ziel der Entpathologisierung vereinbar sind. Müssen diese Begriffe überdacht oder gar neu definiert werden, um eine inklusivere Gesellschaft zu ermöglichen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neurodiversität fordert uns alle heraus, gewohnte Denkmuster zu hinterfragen und gesellschaftliche Strukturen neu zu gestalten. Indem wir die Stärken neurodivergenter Menschen anerkennen und gezielt fördern, schaffen wir eine gerechtere, kreativere und vielfältigere Zukunft – von der letztlich alle profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über den Autor:</strong></p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="901" src="https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image-1024x901.png" alt="" class="wp-image-2031" style="width:203px;height:auto" srcset="https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image-1024x901.png 1024w, https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image-300x264.png 300w, https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image-768x676.png 768w, https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image-1080x950.png 1080w, https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image-980x862.png 980w, https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image-480x422.png 480w, https://testified.at/wp-content/uploads/2025/02/image.png 1189w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph"><strong>Dr. Thomas Pletschko</strong>&nbsp;ist Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, Bio- und Neurofeedbacktrainer und hat sich auf die Klinische Neuropsychologie sowie auf die Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie spezialisiert. Seine Schwerpunkte liegen u.a. in den Gebieten Neurodiversität (ADHS, Autismus-Spektrum, Lese- und Rechtschreibstörung, Rechenstörung); neuropsychologische Folgen von Hirnschädigungen oder seltenen bzw. genetischen Erkrankungen; Ängste, Depressionen; Nachteilsausgleich und Teilhabe im schulischen und universitären Kontext; englischsprachige Diagnostik; Demenzdiagnostik; Diagnostik bei Fetalen Alkohol-Spektrum Störungen (FASD), Diagnostik bei Cerebralen Visuellen Informationsverarbeitungsstörungen (CVI) u.v.m.</p>
</div>
</div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Literatur:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Attwood, T., 2019. Leben mit dem Asperger-Syndrom: Von Kindheit bis Erwachsensein &#8211; alles was weiterhilft (3. Auflage). TRIAS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Price, D., 2022. Unmasking autism: The power of embracing our hidden neurodiversity. Monoray.</p>



<p class="wp-block-paragraph">McCrossin R. Finding the True Number of Females with Autistic Spectrum Disorder by Estimating the Biases in Initial Recognition and Clinical Diagnosis. Children (Basel). 2022 Feb 17;9(2):272. doi: 10.3390/children9020272. PMID: 35204992; PMCID: PMC8870038.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Szalavitz, Maia, 2016. Autism—It’s Different in Girls. Scientific American. Retrieved At: https://www.scientificamerican.com/article/autism-it-s-different-in-girls/</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Biofeedback: Ich hab meine Gefühle in der Hand</title>
		<link>https://testified.at/blog/biofeedback-ich-hab-meine-gefuehle-in-der-hand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2022 12:41:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stress passiert nicht nur in unserem Kopf, sondern in unserem ganzen Körper. Wie von Zauberhand beginnt unser Herz zu rasen, unsere Hände schwitzen und unser Kopf wird heiß. Vor allem in Verbindung mit psychischer Belastung und Störungen scheint alles außer Kontrolle zu geraten.  Doch die gute Nachricht ist: auch die eigenen Hände können zu Zauberhänden werden, die unseren Kreislauf regulieren.  ... </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Stress passiert nicht nur in unserem Kopf, sondern in unserem ganzen Körper. Wie von Zauberhand beginnt unser Herz zu rasen, unsere Hände schwitzen und unser Kopf wird heiß. Vor allem in Verbindung mit psychischer Belastung und Störungen scheint alles außer Kontrolle zu geraten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch die gute Nachricht ist: auch die eigenen Hände können zu Zauberhänden werden, die unseren Kreislauf regulieren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Biofeedback kann dabei helfen, wieder Ordnung in das Gefühlschaos zu bringen und die Kontrolle über den eigenen Körper zurückzuerlangen. Bei dieser Entspannungstechnik werden Elektroden auf der Haut angebracht, die den Herzschlag, die Schweißproduktion und die Atemfrequenz messen. Die Werte werden in Echtzeit auf einem Bildschirm angezeigt und können dann durch die Kraft der eigenen Gedanken manipuliert werden. Diese Superkraft kann vor allem Personen mit Angststörungen und psychosomatischen Problemen, aber auch ADHS und Depressionen helfen, ihre Symptome zu mildern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Würden auch Sie oder Ihr Kind gerne bessere Kontrolle über den Körper erlangen? Im Team TESTIFIED finden Sie Spezialist:innen im Gebiet Bio- und Neurofeedback, die Ihnen gerne helfen, auch Superkräfte gegen mögliche Schwierigkeiten zu erlangen. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-weight: 400;">Das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QdwnwOmBmd0&amp;ab_channel=PSYDUCATED">Video</a> wurde in Kollaboration mit </span><a href="https://www.psyducated.com/"><span style="font-weight: 400;">Psyducated</span></a><span style="font-weight: 400;"> produziert, einer Plattform für kinderfreundliche Erklärvideos. Mehr Infos finden Sie auf ihrer Website unter https://www.psyducated.com/</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kognitive Einschränkungen durch Covid-19? (Lesedauer: 4 Minuten)</title>
		<link>https://testified.at/blog/kognitive-einschraenkungen-durch-covid-19-lesedauer-4-minuten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2022 08:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Anna S. ist 12 Jahre alt und erkrankte im Herbst 2021 an Covid-19. Nachdem Anna „genesen“ war, bemerkten ihre Eltern einige Veränderungen bei Ihrer Tochter. Im Erstgespräch im Institut TESTIFIED schilderten sie, dass es Anna in der Schule schwerfalle, sich zu konzentrieren. Zudem sei sie oft müde und schaffe es nicht, die Lerninhalte zu behalten. Insgesamt habe sich Annas ... </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Anna S. ist 12 Jahre alt und erkrankte im Herbst 2021 an Covid-19. Nachdem Anna „genesen“ war, bemerkten ihre Eltern einige Veränderungen bei Ihrer Tochter. Im Erstgespräch im Institut TESTIFIED schilderten sie, dass es Anna in der Schule schwerfalle, sich zu konzentrieren. Zudem sei sie oft müde und schaffe es nicht, die Lerninhalte zu behalten. Insgesamt habe sich Annas Schulleistung in den letzten Monaten stark verschlechtert. Eine gründliche Anamnese im Institut TESTIFIED ergab den Verdacht eines Long-Covid-Syndroms.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wenn Erkennen, Erinnern, Urteilen und das Denken insgesamt nur noch eingeschränkt funktionieren, was dann? </em></p>
<p style="text-align: justify;">Dass es nach Covid-19 Infektionen zu anhaltenden körperlichen Symptomen wie Kurzatmigkeit oder Erschöpfung kommt, ist den meisten Menschen bekannt. Darüber, dass etwa ein Fünftel der Betroffenen auch unter kognitiven Einschränkungen leidet, welche sich stark auf den Alltag auswirken können, spricht jedoch kaum jemand (Ceban et al., 2021). Die gute Nachricht ist: Hilfe gibt es im Institut TESTIFIED.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ursachen uneindeutig – Therapie möglich:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Was genau die Ursachen der diversen kognitiven Symptome sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht eindeutig beantwortet werden. Einige Studien haben jedoch neuroanatomische Veränderungen und Schädigungen des Hirngewebes gefunden, welche mit den kognitiven Einschränkungen in Verbindung gebracht werden konnten (Ceban et al., 2021; Delgado-Alonso et al., 2021).</p>
<p style="text-align: justify;">Bei Long-Covid sind zur Thematik der kognitiven Beeinträchtigungen noch viele Fragen ungeklärt. Klar ist aber mittlerweile, dass Covid-19 Infektionen einen Einfluss auf unsere kognitiven Funktionen haben können. Das kann bedeuten, dass viele Personen in naher Zukunft Schwierigkeiten in der Bewältigung ihres Alltags haben könnten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn der Alltag holprig wird</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sich nicht mehr konzentrieren können, vergesslich zu sein, den Tag nicht mehr planen können und überlegt handeln zu können &#8211; das sind die häufigsten Symptome bei Erwachsenen. Diese Funktionseinschränkungen können in vielen Bereichen des täglichen Lebens, in der Schule, im Studium oder im Job zu Schwierigkeiten führen.</p>
<p style="text-align: justify;">Von den meisten langanhaltenden Long-Covid Symptomen ist bekannt, dass diese in der Mehrheit der Fälle mit der Zeit von allein verschwinden. Bei den kognitiven Einschränkungen scheint das jedoch nicht der Fall zu sein, ganz im Gegenteil, laut aktueller Studienergebnisse könnten sich diese mit der Zeit sogar verstärken (Ceban et al., 2021).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Je schwerer die Erkrankung, umso eher Long-Covid Syndrom </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Zahl der Betroffenen weicht in den verschiedenen Studien voneinander ab. Die Wissenschaft ist sich jedoch einig, dass ein großer Anteil der Personen, die an Covid-19 erkrankt sind, auch Wochen und Monate nach der Erkrankung noch unter körperlichen und kognitiven Einschränkungen leidet. Ein Risikofaktor ist dabei die Schwere der Erkrankung (Blomber et al., 2021). Zusätzlich dazu wurden in anderen Studien auch höheres Alter, das Geschlecht, die Notwendigkeit einer Hospitalisierung und die Anzahl an Komorbiditäten als Risikofaktoren identifiziert. Frauen sind dabei statistisch häufiger von Long-Covid betroffen als Männer (Aiyegbusi et. al, 2021).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie viele Kinder und Jugendliche sind betroffen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie bereits erwähnt gibt es im Moment noch wenige Studien, die Long-Covid bei Kindern und Jugendlichen erforscht haben. Auch wenn sich die Wissenschaft bezüglich der Zahl der Betroffenen noch uneinig ist, stimmen die meisten Studien bei den am häufigsten auftretenden Symptomen überein, dazu zählen Müdigkeit/Erschöpfung, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme (Zimmermann et al., 2021; Brackel et al., 2021; Stephenson et al., 2022; Borch et al., 2022). Alle diese Symptome können sich stark auf die schulische Leistungsfähigkeit auswirken.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir bieten im Institut TESTIFIED Beratung zu Long Covid für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Schulen an, einzeln oder in Gruppen, online oder persönlich. Je früher die Betroffenen kommen, umso besser kann geholfen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Referenzen:</p>
<p style="text-align: justify;">Aiyegbusi, O.L., Hughes, S.E., Turner, G., Cruz Rivera, S., McMullan, C., Chandan, J.S., Haroon, S., Price, G., Davies, E.H., Nirantharakumar, K., Sapey, E., Calvert, M.J. (2021). Symptoms, complications and management of long covid: a review. The Royal Society of Medicine, 114(9), 428-442. DOI: 10.1177/01410768211032850</p>
<p style="text-align: justify;">Blomber, B., Mohn, K.G.I., Brokstad, K.A., Zhou, F., Linchausen, D.W., Hansen, B., Lartey, S., Bredholt Onyango, T., Kuwelker, K., Saevik, M., Bartsch, H., Tondel, C., Kittang, B.R., Bergen Covid-19 Research Group, Cox, R.J., Langeland, N. (2021). Long Covid in a prospective cohort of home-isolated patients. Nature medicine, 27, 1607-1613. <a href="https://doi.org/10.1038/s41591-021-01433-3">https://doi.org/10.1038/s41591-021-01433-3</a></p>
<p style="text-align: justify;">Borch, L., Holm, M., Knudsen, M., Ellermann-Eriksen, S., Hagstroem, S. (2022). Long Covid symptoms and duration in SARS-CoV-2 positive children – a nationwide cohort study. European Journal of Pediatrics. <a href="https://doi.org/10.1007/s00431-021-04345-z">https://doi.org/10.1007/s00431-021-04345-z</a></p>
<p style="text-align: justify;">Brackel, C.L.H., Lap, C.R., Buddingh, E.P., van Houten, M.A., van der Sande, L.J.T.M., Langereis, E.J., Bannier, M.A.G.E., Pijnenburg, M.W.H., Hashimoto, S., Terheggen-Lagro, S.W.J. (2021). Pedriatric long-COVID: An overlooked phenomenon? Pedriatric Pulmonology, 56(8), 2495-2502. <a href="https://doi.org/10.1002/ppul.25521">https://doi.org/10.1002/ppul.25521</a></p>
<p style="text-align: justify;">Ceban, F., Ling, S., Lui, L.M.W., Lee, Y., Gill H., Teopiz, K.M., Rodrigues, N.B., Subramaniapillai, M., Di Vincenzo, J.D., Cao, B., Lin, K., Mansur, R.B., Ho, R.C., Rosenblat, J.D., Miskowiak, K.W., Vinberg, M., Maletic, V., McIntyre, R.S. (2021). Fatigue and cognitive impairment in Post-Covid-19 syndrome: A systematic review and meta-analysis. Brain, Behavior and Immunity, 101, 93-135. <a href="https://doi.org/10.1016/j.bbi.2021.12.020">https://doi.org/10.1016/j.bbi.2021.12.020</a></p>
<p style="text-align: justify;">Delgado-Alsonso, C., Valles-Salgado, M., Delgado-Alvarez, A., Yus, M., Gomez-Ruiz, N., Jorquerea, M., Polidura, C., Jose Gil, M., Marcos, A., Matias-Guiu, J., A Matias-Guiu, J. (2021). Cognitive dysfunction associated with covid-19: a comprehensive neuropsychological study. Research Square. <a href="https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-704742/v1">https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-704742/v1</a></p>
<p style="text-align: justify;">Stephenson, T., Pinto Pereira, S.M., de Stavola, B.L., Rojas, N., McOwat, K., Simmonas, R., Zavala, M., O’Mahoney, L., Chalder, T., Crawley, E., Ford, T.J., Harnden, A., Heyman, I., Swann, O., Whittaker, E., CLoCk Consortium, Ladhani, S.N. (2022). Physical and mental health 3 months after SARS-CoV-2 infection (long COVID) among adolescents in england (CLoCk): a national matched cohort study. Elsevier. <a href="https://doi.org/10.1016/S2352-4642(22)00022-0">https://doi.org/10.1016/S2352-4642(22)00022-0</a></p>
<p style="text-align: justify;">Zimmermann, P., Pittet, L.F., Curtis, N. (2021). How common is long COVID in children and adolescents? The Pediatric Infectious Disease Journal, 40(12). DOI: 10.1097/INF.0000000000003328</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Was ist Autismus? (Lesedauer: 3 Minuten)</title>
		<link>https://testified.at/blog/was-ist-autismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Feb 2022 19:52:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Der Begriff Autismus lässt sich bereits im Jahr 1911 bei dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuler finden, der damit die Symptome der starken Zurückgezogenheit sowie Selbstbezogenheit bei einer Schizophrenie bezeichnete (Girsberger, 2021). Erst in den 1940er Jahren nahmen der Wiener Kinderarzt Hans Asperger und der amerikanische Kinder- und Jugendpsychiater Leo Kanner den Begriff unabhängig voneinander wieder auf (Asperger, 1938; Kanner, ... </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Der Begriff Autismus lässt sich bereits im Jahr 1911 bei dem Schweizer Psychiater Eugen Bleuler finden, der damit die Symptome der starken Zurückgezogenheit sowie Selbstbezogenheit bei einer Schizophrenie bezeichnete (Girsberger, 2021). Erst in den 1940er Jahren nahmen der Wiener Kinderarzt Hans Asperger und der amerikanische Kinder- und Jugendpsychiater Leo Kanner den Begriff unabhängig voneinander wieder auf (Asperger, 1938; Kanner, 1943) und wandten diesen auf Kinder mit einem stark beeinträchtigtem Sozial- und Kommunikationsverhalten an.</p>
<p style="text-align: justify;">Autismus wurde lange Zeit sehr eng gefasst und dementsprechend als äußerst selten vorkommend eingestuft. Das wissenschaftliche Verständnis hat sich jedoch dahingehend verändert, dass Autismus heute als ein Kontinuum bzw. Spektrum betrachtet wird, das von der Normalbevölkerung stufenlos bis zum schwer betroffenen Individuum reicht (Girsberger, 2021). Die Wissenschaft hat auch gezeigt, dass es sich bei Autismus um eine neurologische Entwicklungsstörung handelt, welche sowohl durch genetische als auch durch umweltbedingte Faktoren beeinflusst wird (Hodges, Fealko &amp; Soares, 2020). Anders gesagt unterscheiden sich die Gehirne autistischer Menschen von denen nicht-autistischer, sodass sich unter anderem eine andere Verarbeitung von Umweltreizen bzw. eine andere Wahrnehmungsverarbeitung sowie Denk- und Lernstile ergeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Entsprechend dem Begriff eines Spektrums gibt es viele verschiedene Formen des Autismus, wodurch sich autistische Menschen stark voneinander unterscheiden können. Gemeinsam haben sie jedoch, dass sie häufig Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation sowie eingeschränkte, sich wiederholende Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten zeigen, welche deshalb auch die drei Kernsymptome darstellen (Kamp-Becker &amp; Bölte, 2021). Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägung dieser drei Merkmale kann es einerseits sein, dass Eltern bereits früh das Gefühl haben, ihr Kind würde anders auf seine Umwelt reagieren als gleichaltrige Kinder. Andererseits ist es möglich, dass erst im Erwachsenenalter die Diagnose gestellt wird, weil es beispielsweise zu Schwierigkeiten im Beruf oder in der Partnerschaft kommt.</p>
<p style="text-align: justify;">Autismus ist nicht heilbar und sollte nicht als Krankheit angesehen werden. Die vorhin erwähnten Kernsymptome und die andere Art der Wahrnehmungsverarbeitung können jedoch im Alltag beispielsweise zu einem erhöhten Stresserleben, zu Ausgrenzung und vermehrten Konflikten in sozialen Beziehungen führen (Girsberger, 2021). Verschiedene Therapieprogramme können autistische Menschen unter anderem dabei unterstützen, soziale Kompetenzen zu erlernen, ihre eigenen Emotionen zu erkennen und effektiver damit umzugehen sowie ihre Stärken im Alltag zu nützen.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem wissenschaftlichen hat auch das gesellschaftliche Interesse an dem Thema Autismus in den letzten Jahren enorm zugenommen. So gibt es 1,780.000 Videos auf YouTube und im Internet lassen sich mehr als 4 Millionen Einträge unter dem Begriff finden (Kamp-Becker &amp; Bölte, 2021). Immer mehr berühmte Personen mit Autismus, wie beispielsweise der Tesla-Chef Elon Musk, nützen ihre Reichweite, um zu zeigen welche einzigartigen Eigenschaften, Fähigkeiten und Talente sie gerade deshalb besitzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Literatur:</p>
<p>Asperger, H. (1938). Das psychisch abnorme Kind. <em>Wiener Klinische Wochenschrift</em>, <em>49</em>, 1314-1317.</p>
<p>Girsberger, T. (2021). <em>Die vielen Farben des Autismus: Spektrum, Ursachen, Diagnose, Therapie und Beratung</em>. Kohlhammer Verlag.</p>
<p>Hodges, H., Fealko, C., &amp; Soares, N. (2020). Autism spectrum disorder: definition, epidemiology, causes, and clinical evaluation. <em>Translational pediatrics</em>, <em>9</em>, S55.</p>
<p>Kamp-Becker, I., &amp; Bölte, S. (2021). <em>Autismus</em>. UTB.</p>
<p>Kanner, L. (1943). Autistic disturbances of affective contact. <em>Nervous child</em>, <em>2</em>(3), 217-250.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Ich bin negativ“ &#8211; Depression bei Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Pandemie (Lesedauer: 3 Minuten)</title>
		<link>https://testified.at/blog/depression-bei-kindern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2022 17:25:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; „Ich bin negativ“ – Gespräche sind durch die COVID-19 Pandemie mittlerweile fester Teil unseres Alltags. Damit sind oft die Ergebnisse unserer Antigen- und PCR-Tests gemeint und nicht unsere derzeitige Stimmung.  Was aber, wenn auch unsere Stimmung langsam, aber sicher „negativ“ ist und unsere Freude uns abhandenkommt? Vor allem Kinder und Jugendliche stellen in Zeiten der Pandemie eine verwundbare Gruppe ... </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">„Ich bin negativ“ – Gespräche sind durch die COVID-19 Pandemie mittlerweile fester Teil unseres Alltags. Damit sind oft die Ergebnisse unserer Antigen- und PCR-Tests gemeint und nicht unsere derzeitige Stimmung.  Was aber, wenn auch unsere Stimmung langsam, aber sicher „negativ“ ist und unsere Freude uns abhandenkommt? Vor allem Kinder und Jugendliche stellen in Zeiten der Pandemie eine verwundbare Gruppe dar, die besonders unter der Pandemie leidet. Doch wie äußert sich eine „negative Stimmung“ oder sogar Depression in dieser Altersgruppe?</p>
<p style="text-align: justify;">Auch bei Kindern und Jugendlichen kann man Traurigkeit, die meist mit Depression in Verbindung gebracht wird, beobachten. Wutanfälle oder Gereiztheit, körperliche Schmerzen (z. B. Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen), Langeweile und Müdigkeit, Zurückgezogenheit, Leistungsabfall in der Schule, Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme oder Gedanken an den Tod können weitere altersspezifische Anzeichen einer Depression sein. Die Symptomatik ist jedoch bei Kindern oft weniger eindeutig ausgeprägt als bei Erwachsenen (Kölch &amp; Fegert, 2020).</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie häufig sind Depressionen bei Kindern und Jugendlichen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bisherige Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Depressionen bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen der COVID-19 Pandemie <strong>doppelt so häufig</strong> auftreten wie vor der Pandemie. Racine und Kolleg:innen (2021) geben in ihrer Meta-Analyse für Depressionen eine Prävalenz von 25,2% während der Pandemie an. Vor der Pandemie betrug die Prävalenz für Depression etwa 12,9%.</p>
<p>&nbsp;</p>
[/et_pb_text][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row column_structure=&#8220;1_4,3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; border_width_all=&#8220;3px&#8220; border_color_all=&#8220;#58C3F1&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_icon font_icon=&#8220;||divi||400&#8243; icon_color=&#8220;#58C3F1&#8243; _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][/et_pb_icon][/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;3_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_margin=&#8220;|10px|||false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]
<p><strong>Meta-Analyse</strong> = Ergebnisse mehrerer Studien werden zusammengefasst und daraus ein aussagekräftigeres Ergebnis berechnet</p>
<p><strong>Prävalenz</strong> = Häufigkeit einer Erkrankung/eines Symptoms in einer Bevölkerung zu einem bestimmten Zeitpunkt</p>
[/et_pb_text][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.14.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||0px|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]
<p><strong>Was soll man aber tun, wenn sich depressive Symptome beim eigenen Kind bemerkbar machen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der erste Schritt ist eine Diagnostik bei einem Klinischen Psychologen/einer Klinischen Psychologin. Dabei werden die jeweiligen Symptome erfasst und gegebenenfalls andere Störungen ausgeschlossen. Basierend auf den Ergebnissen der Diagnostik werden Schritte für den weiteren Behandlungsplan festgelegt. Dabei können sowohl Gruppenangebote (Link: Kummer steht Kopf) als auch Therapien im Einzelsetting zur Anwendung kommen. Die Techniken sind unterschiedlich und auf das jeweilige Kind oder den Jugendlichen/die Jugendliche abgestimmt. Dabei ist die Aufklärung wichtig, aber auch Stimmungstagebücher, Genuss- und Entspannungstechniken, das Klarwerden über eigene Stärken und Hobbies oder Techniken zur Veränderung negativer Gedanken kommen zum Einsatz. In einigen Fällen kann auch der Einsatz von Medikamenten sinnvoll und notwendig sein, wofür ein Psychiater/eine Psychiaterin hinzugezogen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur:</strong></p>
<p>Kölch, M., &amp; Fegert, J. M. (2020). Affektive Störungen: Major Depression, Manie und bipolare Störungen. In M. Kölch, M. Rassenhofer, &amp; J. Fegert (Eds.), <em>Klinikmanual Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie</em>. https://doi.org/10.1007/978-3-662-58418-7</p>
<p>Racine, N., McArthur, B. A., Cooke, J. E., Eirich, R., Zhu, J., &amp; Madigan, S. (2021). Global Prevalence of Depressive and Anxiety Symptoms in Children and Adolescents during COVID-19: A Meta-analysis. <em>JAMA Pediatrics</em>, <em>175</em>(11), 1142–1150. <a href="https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.2482">https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2021.2482</a></p>
<p><a style="font-size: 16px; font-weight: bold;" href="https://www.freepik.com/photos/background" target="_blank" rel="noopener">Background photo created by master1305 &#8211; www.freepik.com</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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